Der Sanddorn (Hippophae
rhamnoides)
Um Sanddornpflanze
Sanddorn (Hippophae rhamnoides) gehört zu den Ölweidengewächsen
und
Die Biochemie
der Sanddorn-Samenschalen
12-Konzentration, wie sie vorher nur von der Leber bekannt war.
Die Eine Entdeckung
Die
Ernährungsphysiologie war bisher der Meinung, daß in keiner
Das Vitamin B12 kommt nicht natürlich in der Sanddornbeere vor,
sondern entsteht durch Symbiose mit Bakterien auf der Außenschale.
Für Menschen mit B12-Mangel oder für Risikogruppen (zum Beispiel
Veganer) kann der Sanddorn daher ein weiterer pflanzlicher
B12-Lieferant sein. Hier müssen jedoch die Produkte verzehrt
werden, die Fruchtfleisch enthalten.
In größeren Mengen kommen im Sanddorn verschiedene Mineralstoffe
und Spurenelemente (Kalzium, Magnesium, Mangan, Eisen) und die in
ihrer Wirkung noch wenig erforschten sekundären Pflanzenstoffe wie
Phytosterine, biogene Amine und Polyphenole vor.
Auf Grund dieser Inhaltsstoffe spricht man dem Sanddorn schützende
und vorbeugende Wirkungen bei Herz- und Gefäßkrankheiten zu. Herz-
und Nierenfunktion und Wasserausscheidung können günstig
beeinflusst werden, die Phytosterine und biogenen Amine können außerdem
den Cholesterinspiegel regulieren.
Vitamine
Neben Wasser (83 g/1O0 g) enthalten die Früchte Eiweiß (1,4 - 2,8 g), fettes Öl (5 -8,5 g), das aus Glyceriden der Oleinsäure (10,5 %), Stearinsäure (10,4 %), Linol- und Palmitinsäure (6,1 %) besteht, Kohlenhydrate (7,64 g; davon sind 105 - 914 mg Glucose und 19 7 415 mg Fructose, sowie 0,5 - 0,4 % Pektine), Rohfaser (0,8 g), Gesamtsäure (1,5 5,3 g, davon 1,1 - 5,9 mg Äpfelsäure) und Mineralstoffe (0,45 g), zu denen vor allem Kalium, Magnesium, Calcium gehören. Besonders beachtenswert ist Sanddorn wegen seiner Vitamine. Selbst die Schwarze Johannisbeere wird in ihrer gesamten biologischen Wertigkei um ein Vielfaches übertroffen. Gegenwärtig sind im Sanddorn zehn Vitamine bekannt, von denen sechs als wasser- und vier als fettlöslich bezeichnet werden. An erster Stelle ist das Vitamin C zu nennen, das durch die in der Frucht enthaltenen Bioflavonoide aktiviert wird. Die Gehalte an Vitamin C (Ascorbinsäure) schwanken beträchtlich. Grund dafür sind, wie schon weiter vorne erwähnt, das Herkunftsgebiet oder aber die durch Züchtung gewonnenen Sorten. So haben Früchte von russischen Sorten 50 - 125 mg pro 100 g Frischsubstanz, von DDR-Sorten 150 - 650 mg und solche, die aus dem Alpenraum stammen, bis 1500 mg. Wenn Rohsäfte getestet werden, kommt man auf über 2500 mg / 1. Niedriger pH-Wert und das Fehlen des vitaminabbauenden Enzyms Ascorbinsäureoxidase sorgen dafür, daß bei der Lagerung von Rohsaft kaum Verluste auftreten. Weiter sind aufzulisten:
Carotinoide (10,1 - 40,9 mg/100 g, davon 2 - 12 mg Carotin, außerdem Kryptoxanthin, Zeaxanthin und Physalein), Vitamin P (75 - 100 mg), Vitamin E (5 - 15 mg), Vitamin K (1 - 1,2 mg) sowie Vitamin B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin) und B9 (Folsäure) in Mengen von unter 1 mg. Die Früchte des Sanddorns werden auf Grund der Inhaltsstoffe ernährungsphysiologisch als wertvoll eingestuft und wirken infektionshemmend, stärkend und kreislaufanregend. Es gibt Fertigpräparate in Form von Dicksäften, Nektar und 5 Konfitüren, die pur bzw. mit Milch, Joghurt, Quark, zu Müsli oder Brei bzw. als Brotaufstrich genossen werden können.
Sanddorn ist ein hervorragender Vitaminspender
B2 (Riboflavin)0,03
bis 0,30 mg/100g
Die Verwendung von Sanddorn
Sanddorn sollte
am besten den fertigen Speisen zugefügt aber
Sanddorn - Hippophae rhamnoides
Verwendung/Rezepte:
Es sollte nur qualitativ hochwertiger Sanddorn verwendet werden. Nach Öffnen einer Flasche oder eines Glases sollte dieses im Kühlschrank aufbewahrt werden, damit das Aroma und die Inhaltstoffe erhalten bleiben.
Sanddorn sollte möglichst in fertige Speisen eingerührt und nicht mitgekocht werden. Hier einige Tipps zur Kombination mit anderen Lebensmitteln:
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Ideal ist Sanddorn zum Frühstück beispielsweise in Joghurt, Quark, Müsli eingerührt oder als Brotaufstrich.
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Er eignet sich für diverse Mixgetränke (Frucht- oder Milchmix),
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zur geschmackliche Verfeinerung von Suppen, Saucen, Chutneys (passt zu Möhren, Kürbis, roten Linsen, Süßkartoffeln),
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als Marinade für Tofu und Fisch,
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vermischt mit Salatöl (einige Tropfen genügen) zum Beispiel zu Chicoree, Wintersalaten,
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zu Hauptgerichten mit Wirsing, Rosenkohl, Möhren, Steckrüben, Kürbis, Linsencurries,
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als Omelettefüllung, Keks- oder Kuchenglasur, für Süßspeisen.
Das Sanddornöl
Es lassen sich aber auch aus den Früchten Öle gewinnen, die in letzter Zeit Bedeutung in medizinischer und kosmetischer Sicht bekommen haben. Das Fruchtfleischöl ist relativ dünnflüssig, kräftig orangerot gefärbt, schmeckt und riecht typisch nach Sanddorn. Es ist kühl und dunkel aufzubewahren. In ihm sind 95,5 % Fettsäuren (davon 52,8 % gesättigte und 50,6 % ungesättigte Fettsäuren mit 15,6 % Linolensäure) sowie 550,4 mg% Vitamin E (davon 184,4 alpha- Tocopherol), 378 mg% Carotinoide und 1,4 mg% Sitosterol enthalten. Das Samenöl (Kernöl) ist auch dünnflüssig, aber von gelbroter Farbe und weist keinen Sanddorngeruch auf. Es ist haltbarer als das aus Fruchtfleisch gewonnene Öl. Inhaltsstoffe sind 16,55 % Oleinsäure, 47,6 1% Linolsäure, 18,3 % Linolensäure , 260 mg% Vitamin E (davon 140,7 alpha-Tocopherol), 38,1 mg% Carotin - , 1,3 mg% Sitosteron und Gerbstoffe.
Wenn von Sanddornöl (oleum Hippophaes) gesprochen wird, handelt es sich um ein Gemisch beider Öle. Es wird aus den Preßrückständen der Fruchtschalen und der Samen gewonnen und ist reich an fettlöslichen Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren. Seine Kon-sistenz ist dünnflüssig, seine Farbe dunkelrot. Es hat einen leichten Sandorngeruch. Sanddornöl, das schon seit langer Zeit in Rußland und Tibet Verwendung findet, wirkt äußerlich genommen schmerzlindernd und entzündungshemmend, läßt Wunden (Dekubitus, Verbrennung, Sonnenbrand, phlegmonöse Akne, Strahlenschäden) schneller abheilen, weil es die Granulation und Epithelisierung fördert, verringert die Faltenbildung und Alterung, macht pergamentartige Haut weich und wieder funktionstüchtig und trockene, rissige elastisch und widerstandsfähig. Auch Schleimhäute können mit Sanddornöl behandelt werden. So werden z.B. Gebärmutterhalserosionen (Kolpitis, Endocervitis) sowie Affektionen des Genital- und Analbereiches und der Mundhöhle günstig beeinflußt werden. Die orale Einnahme von 1 - 3mal täglich ist empfehlenswert, wenn die Schleimhaut von Magen und Darm beruhigt, überschüssige Salzsäurebildung (Gastritis, Ulcus) reguliert und Geschwülste gut- oder bösartiger Natur in ihrem Wachstum gehemmt werden sollen. Darüber hinaus ist die Bindung von Toxinen , die Funktion als Fänger von freien Radikalen, der Abbau von Entzündungen der Darmschleimhaut und die Stabilisierung der Mikroflora festgestellt worder
Die therapeutische Bedeutung des Sanddorn Blutbildungsstörungen
Die therapeutische Bedeutung des Sanddorn
Blutbildungsstörungen
Vitamin B 12, auch
als Cobalamin bezeichnet, ist ein besonders
Rote und weiße
Blutkörperchen sowie die Schleimhautzellen des
Vorbeugung
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